Symptome

Wurzelfäule

Wurzelfäule
Foto: Howard F. Schwartz, Colorado State University, Bugwood.org · CC BY 3.0 us

Kurz gesagt

Woran erkenne ich Wurzelfäule, und kann ich die Pflanze retten?

Wurzelfäule heißt, dass Wurzeln in dauernd nasser Erde absterben. Anzeichen sind gelbe und schlaffe Blätter trotz nasser Erde, muffiger Geruch und ein weicher Stammansatz. Topf die Pflanze aus, schneid alle braunen, matschigen Wurzeln bis ins feste Gewebe zurück und setz sie in frische, durchlässige Erde in einen Topf mit Abzugsloch – danach sparsam gießen.

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Wurzeln brauchen Luft, nicht nur Wasser. In Erde, die nie abtrocknet, ersticken sie, sterben ab, und Fäulnis breitet sich aus. Früh erkannt, lassen sich die meisten Pflanzen retten.

So erkennst du sie

Über der Erde: Blätter werden gelb oder schlaff, obwohl die Erde nass ist; schwarze oder weiche Stellen am Stammansatz; muffiger Geruch aus dem Topf; Trauermücken.

Unter der Erde: Topf die Pflanze aus. Gesunde Wurzeln sind fest und weiß, cremefarben oder hellbraun. Faule Wurzeln sind braun oder schwarz, weich und matschig, und die äußere Schicht löst sich, wenn du leicht daran ziehst.

So rettest du die Pflanze

  1. Pflanze austopfen und die alte Erde vorsichtig entfernen. Die Wurzeln in lauwarmem Wasser abspülen, damit du sie sehen kannst.
  2. Alle faulen Wurzeln mit einer sauberen, scharfen Schere bis ins feste, gesunde Gewebe abschneiden. Die Klingen zwischendurch mit Alkohol abwischen.
  3. Hast du viel Wurzelmasse entfernt, nimm auch einige Blätter weg, damit die Pflanze weniger versorgen muss.
  4. In frische, durchlässige Erde setzen (für die meisten Pflanzen mit Perlite oder Rinde gemischt, für Sukkulenten Kakteenerde), in einen sauberen Topf mit Abzugsloch, nicht größer als die restlichen Wurzeln brauchen.
  5. Einmal leicht angießen, dann warten, bis die obere Erde trocken ist. Während der Erholung hell, aber ohne direkte Sonne stellen.

Ist der Stamm selbst weich und faul, ist die Pflanze meist verloren – nimm Stecklinge von gesunden Teilen und bewurzel sie.

So beugst du vor

Gieß erst, wenn die Erde so tief abgetrocknet ist, wie die Pflanze es mag, nimm immer Töpfe mit Abzugsloch, leer Übertöpfe nach dem Gießen und nimm beim Umtopfen nur einen Topf, der ein paar Zentimeter größer ist. Am stärksten gefährdet sind Sukkulenten, Bogenhanf und Zamioculcas: Sie speichern Wasser und wollen zwischen dem Gießen ganz trockene Erde.

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